· 

Peter R. Krüger

Zu Beginn wäre es toll, wenn du dich kurz vorstellen könntest.

Ja, gerne. Meine Name ist Peter R. Krüger. Geboren wurde ich in Berlin und bin dort auch aufgewachsen. Schon in jungen Jahren habe ich mir gerne mal ein paar Geschichten ausgedacht und viel gelesen. Später dann hatte ich eine Band, für die ich viele Texte schrieb, die auch richtige kleine Geschichten waren. Über die Jahre hatte ich dann eine große Idee, die ich aber noch nicht verwirklichen konnte. Erst durch das Zusammentreffen mit Pia Fauerbach, nahm diese große Idee Gestalt an und mündete in unserem gemeinsamen ersten Roman. Mittlerweile wohne ich etwas außerhalb von Berlin, bin dieser großen Stadt aber noch immer verbunden.

 

Ein Musiker, der mittlerweile ganze Bücher füllt? 😊 Welche Richtung hatte deine Band? Ich bin so neugierig. Vergib mir. 🙈

Das ist völlig in Ordnung. Wenn ich darüber nicht reden wollte, hätte ich lieber vorher schweigen sollen. 🙂

 

Da bin ich ja beruhigt. 😊

Unsere Band war ursprünglich als Heavy Metal Band aufgestellt. Mit der Zeit kamen aber noch andere Einflüsse dazu. Im Kern blieb die Sache aber sehr Gitarrenlastig, was wohl auch mit meine Schuld war. 🙂

 

Dann spielst du also Gitarre?

Das habe ich. Mittlerweile ist das Keyboard mein Instrument der Wahl.

 

Und ich dachte schon, wir spielen mal zusammen. 😉

Das klingt nach einer Einladung. Ich habe im Keller noch 2 Elektrogitarren, eine Akustikklampfe und sogar noch eine 12 Saitige. 🙂

 

Ich bin verliebt. 😂 Woran schreibst du momentan? Was steht auf deiner Agenda?

Da steht ganz viel. Aktuell bearbeite ich gerade noch das Lektorat für meinen Roman Drakaria, der im 2. Quartal 2020 im Verlag Torsten Low erscheinen wird. Mit Pia Fauerbach arbeite ich zudem an der Geschichte "Kolonie 85" weiter. Der erste Roman wurde bereits 2018 veröffentlicht und auch hier steht höchstwahrscheinlich dieses Jahr eine weitere Veröffentlichung an. Ein paar Kurzgeschichten sind auf dem Weg und dann habe ich noch einige Dinge, die im Moment noch in ganz frühen Phasen sind.

 

Schreibst du unter deinem Klarnamen?

Jein. Bei Kolonie 85 war das noch mein Klarname. Mittlerweile haben sich meine Lebensumstände zu meinem Glück etwas verändert. 🙂

 

Was macht den Reiz für dich aus, im Duo zu schreiben?

Zunächst hat das erstmal gut funktioniert, weil wir uns, wie man so schön sagt, den Ball gegenseitig zuspielen konnten. Da muss aber auch die Chemie stimmen. Mittlerweile liegt ein großer Reiz darin, dass wir uns auch gegenseitig überraschen können und dadurch die Geschichte auch zu einem flexiblen Erlebnis machen können, obwohl wir recht genau wissen, wo wir damit hin wollen.

 

Wer kam auf die Idee? Oder hat sich das einfach so ergeben?

Tatsächlich hatte ich die Idee schon einige Zeit erdacht, als ich Pia dann irgendwann angesprochen hatte. Sie hat sich da aber auch mit viel Herzblut eingebracht.

 

Das klingt nach einem tollen Duo. Wie muss ich mir deinen Schreibtisch vorstellen? Chaos oder Ordnung?

Ist es auch. Mein Schreibtisch ist Chaos pur! Sagen jedenfalls alle anderen. Für mich steckt System dahinter. 😉

 

Wie lautet dein System? Ein Stapel wichtig, einer nicht so ganz? 😁😉

Weiß ich selber nicht so genau. Ich lasse mich da von mir selbst überraschen. 😀 Natürlich sind da wichtige und weniger dringliche Sachen dabei. Aber das arbeitet sich in der Regel alles in der richtigen Reihenfolge ab.

 

Organisiertes Chaos ist das. 😉 Eine letzte Frage: Wenn du einen Wunsch frei hättest, was wäre es?

Oh ... letzte schon? Schade. In dem Fall wünsche ich mir, dass du noch etwas neugierig auf mein Buch "Drakaria - Die Prophezeiung der Sklaven" bist und dazu noch etwas mit mir plaudern möchtest. 😉

 

😂 Du bist toll. Gewusst wie. Dann erzähl mir etwas darüber, damit mich die Neugier packt und ich es lesen will.

Also, wenn du so fragst, kann ich ja nicht anders. 🙂 Drakaria ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction. Wir befinden uns zu Beginn der Geschichte auf dem Planeten Drakaria, auf dem die Menschen den Krieg gegen die Dragonier gerade verloren haben. Der Name deutet schon darauf hin, dass es sich bei den Dragoniern um drachenähnliche Wesen handelt. Die Königin der Dragonier fordert nunmehr die absolute Unterwerfung der Menschen und verlangt zudem, dass diese ihrem Volk einen Palast baut, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Nach der Fertigstellung, so verspricht sie, sollen die Menschen ihre Freiheit zurück bekommen. Unterdessen spricht jedoch der Seher Palahn Vahr, ein Mensch, eine Prophezeiung aus, die gar düster für die Königin der Dragonier ist, aber auch Hoffnung für die Menschen verheißt.

 

Okay, die Neugier ist da. 😊 Science Fiction ist dein Favorit?

Grundsätzlich ja. Hier wollte ich aber gerne einen anderen Ansatz ausprobieren und mich mehr auf eine fantasyähnliche Welt konzentrieren. Später kommt dann noch ein weiteres Volk dazu, mit dem es dann einen großen Konflikt gibt. Insgesamt eine spannende Geschichte, die mehrere Jahre umspannt.

 

Ich bin gespannt, was uns Leser da erwartet und wohin du uns entführst. Welche Charaktere liegen dir mehr - die Guten oder Bösen?

Es wird auf jeden Fall hart. Die Dragonier gehen nicht zimperlich mit den Menschen um. Und am Ende wird die Prophezeiung aber auch erfüllt. Das war einer der Kernpunkte, die ich unbedingt erzählen wollte. Das ist nicht so einfach. Ich glaube in gewisser Weise beide. Ich begleite in meinen Geschichten grundsätzlich lieber die guten Charaktere. Allerdings kann ein richtiger Fiesling auch viel Spaß machen.

 

Und wenn du dein Autorenleben einmal ausblendest, liest du dann selbst und lässt dich in andere Welten ziehen?

Ja, sehr gern. Ich lese unheimlich gerne, weil es einfach auch die Fantasie anregt, sich die Situationen vorzustellen, die dort beschrieben stehen.

 

Hast du einen absoluten Lieblingsautor, von dem du die Bücher blind kaufen würdest?

Ja, mehrere. Wieviele darf ich aufzählen?

 

Nenn mir drei, bitte.

OK. Da muss ich mich erstmal entscheiden, wen ich auslassen muss. 😉 Dann als erstes das Autorenteam Brain Herbert & Kevin J. Anderson. Beide führen das Werk von Brians Vater Frank Herbert weiter und schreiben die Romane derart gut, dass ich mir wünsche, sie hören nie auf. Die Rede ist hier von "Dune - Der Wüstenplanet". Unbedingt Andreas Eschbach. Egal, was für eine Story er schreibt, er weiß einfach, wie man den Leser selbst zum Schluss nochmal überraschen kann. Belassen wir es bei diesen dreien. Das ist am gerechtesten allen anderen gegenüber, von denen ich nur noch einen nennen dürfte.

 

Vielen Dank. Jetzt schicke ich dich zurück zu dem Lektorat und wünsche dir ganz viel Erfolg und natürlich Spaß beim Schreiben. Es hat mich sehr gefreut, dich kennen lernen zu dürfen.

 

Auch ich bedanke mich für das tolle Gespräch. Hat mich sehr gefreut.

© Foto: Peter R. Krüger

Kommentar schreiben

Kommentare: 0